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Erkennungszeichen Nr. 1: Gedächtnisstörungen

Die Angehörigen berichten bei der Aufnahme ihrer Mutter oder ihres Vaters in ein Heim vielleicht:

„Er ist etwas verwirrt.“
„Sie erkennt mich oft nicht mehr.“
„Er hat verlernt, mit Messer und Gabel zu essen.“
„Sie kann sich nicht mehr allein anziehen.“

Die häufigsten und auffälligsten Erkennungszeichen einer Demenz sind die Beeinträchtigung und der spätere Verlust des Kurz- und Langzeitgedächtnisses. Dabei sterben im Gehirn die Nervenzellen und ihre Verbindungen ab, die für das Gedächtnis und die Informationsverarbeitung verantwortlich sind. Durch diesen Nervenzellenverlust können die neuen Sinneseindrücke nicht richtig verarbeitet und mit dem Erlernten nicht richtig verknüpft werden. Die Folge: Dementiell erkrankte Menschen können einfachste alltägliche Aufgaben – sich waschen, sich anziehen, essen - nicht mehr ausführen und sind auf Hilfe von anderen angewiesen.

Zum Beispiel…

Dementiell erkrankte Menschen …

  • erinnern sich schon nach kurzer Zeit nicht mehr an Gesehenes oder Gehörtes
  • können sich kein Urteil bilden, keine Probleme lösen, keine Schlussfolgerungen ziehen
  • verwechseln Dinge und setzen Dinge miteinander in Beziehung, die gar nichts miteinander zu tun haben (ist das Suppe oder Mittwoch?)
  • finden oft nicht die richtigen Worte oder verändern ihren Satzbau merkwürdig, dadurch werden ihre Sätze oft unverständlich
  • verlernen vertraute Bewegungsabläufe (wie ein Hemd zuknöpfen oder mit Messer und Gabel essen), obwohl sie motorisch gesund sind
  • vergessen die Bedeutung von ihnen eigentlich bekannten Gegenständen
  • vergessen ihren eigenen und andere Namen
  • haben eine gestörte Orientierung und ein gestörtes Zeitgefühl
  • erkennen vertraute Angehörige und Freunde nicht mehr
  • ermüden schnell
  • verarbeiten Informationen nur langsam oder gar nicht
  • können nur schwer oder gar nicht mehr rechnen und/oder schreiben
  • stehen manchmal auf der Straße, auf der sie wohnen, wissen nicht, wo sie sind und wie sie nach Hause kommen.
  • können Sachverhalte nicht mehr angemessen beurteilen. So kann es passieren, dass sie beispielsweise im Sommer einen warmen Mantel tragen oder im Winter barfuß auf der Straße herumlaufen.
  • legen oft Gegenstände an völlig unpassenden Stellen ab, die Zahnbürste im Kühlschrank oder den Kaffeelöffel im Badezimmer.