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Die Stadien der Demenz

Viele vergleichen den Verlauf der Demenzerkrankung mit der Zurückentwicklung vom Erwachsenen zum Säugling. Am Ende einer Demenz bleiben nur angeborene Reflexe, Instinkte und Gefühle übrig. Das hört sich zunächst traurig an, ist aber gleichzeitig auch der Grund dafür, dass an Demenz erkrankte Menschen nicht unbedingt unglücklich sind. Das trifft eher auf die Angehörigen oder die Pflegekräfte zu.

Die Demenz verläuft meistens in drei Stadien:

Im frühen Stadium (Vergessensstadium mit leichter Demenz) sind die Menschen in ihren Tätigkeiten und sozialen Aktivitäten beeinträchtigt, können aber meist noch unabhängig leben. Ihr Urteilsvermögen ist noch intakt, sie verfügen in der Regel über eine ausreichende Krankheitseinsicht und über eine breite Palette an Fähigkeiten, um diese bei Aufforderung selbst noch zu aktivieren. 

Im mittleren Stadium (Verwirrtheitsstadium mit mittelgradiger Demenz) ist die selbstständige Lebensführung nur noch mit Schwierigkeiten möglich. Die Menschen brauchen ein gewisses Maß an Aufsicht und benötigen zunehmend Hilfe, um ganz alltägliche Dinge durchzuführen. Jemand muss sie bei den so genannten Basisaktivitäten (Essen, Trinken, Anziehen, zur Toilette gehen) unterstützen. In diesem Stadium konzentriert sich die Pflege darauf, diese einfachen Fähigkeiten durch ständiges Aktivieren und Wiederholen zu erhalten oder aufzubauen. Besonders die genannten Verhaltensstörungen treten in diesem Stadium gehäuft auf.

Im späten Stadium (Hilflosigkeitsstadium mit schwerer Demenz) und dem Fortschreiten der Erkrankung sind die Aktivitäten des täglichen Lebens der an Demenz erkrankten Menschen so stark beeinträchtigt, dass eine ständige und kontinuierliche Aufsicht benötigt wird. Zusätzlich zu den Basisaktivitäten verschwinden nun auch mehr und mehr die verbalen Aktivitäten (das Sprechen). Oft befinden sich die Menschen dann in einem in sich zurückgezogenen Zustand, der Außenstehenden als „Dämmerzustand“ erscheint.