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Inhalt

Konzeption und Umsetzung

Öffentliche und Private an einem Tisch

Um die Bevölkerung landesweit und flächendeckend über die Auswirkungen und Folgen dementieller Erkrankungen zu informieren und für die Situation von Betroffenen und deren Angehörigen zu sensibilisieren, gelang es der LZG am 30. September 2003, Beteiligte staatlicher UND privater Interessen als Kooperationspartner zu gewinnen. In enger gegenseitiger Abstimmung entwickelte die LZG eine Öffentlichkeitskampagne, in die sich alle Partner einbringen konnten. Dabei wurde ein inhaltlich neues und praxisorientiertes Konzept für regionale Fortbildungsveranstaltungen erstellt und Konzepte zur Aufklärung, Hilfe und Entlastung von Bürgern und Angehörigen entwickelt.

Der Demenz-Koffer

Das Symbol der Kampagne war der „Demenz-Koffer“. Voll gepackt mit Informationen zur Erkrankung und Anleitungen zur Durchführung und Unterstützung regionaler Öffentlichkeitsarbeit (diese Medien werden im Kapitel Materialien zur Kampagne vorgestellt) reiste er quer durch das ganze Bundesland: bisher hat die LZG ca. 100 „große Demenz-Koffer“ zur regionalen Nutzung an die Landkreise und kreisfreien Kommunen, den öffentlichen Gesundheitsdienst und die Kontaktstellen der Deutschen Alzheimergesellschaft übergeben. An die Hausarztpraxen und Apotheken in Rheinland-Pfalz wurden zu Beginnn der Kampagne insgesamt 3.000 „kleine Demenz-Koffer“ mit Flyern und Plakaten der Kampagne verschickt. Leider steht der Demenz-Koffer nicht mehr zur Verfügung.

Öffentlichkeitskampagne und regionale Begleitung

Die Öffentlichkeitskampagne startete mit einer Auftaktveranstaltung am 22. März 2004 im Mainzer Rathaus. Hier wurde der erste Demenz-Koffer symbolisch von Sozialministerin Malu Dreyer an den damaligen Sozialdezernenten der Stadt Mainz, Michael Ebling, übergeben. Viele weitere Aktionstage und Informationsveranstaltungen in anderen kleinen Orten und größeren Städten von Rheinland-Pfalz folgten. Zielgruppe waren Bürgerinnen und Bürger, die über Flyer, Tageszeitung und Hörfunk eingeladen wurden. Auf Wunsch der regionalen Veranstalter stellt die LZG nach wie vor eine sachkundige Begleitung der Aktionstage mit einem Informationsstand sicher. Alle Schritte der Demenzkampagne werden ausführlich mit Pressearbeit begleitet.

Fortsetzung der Kampagne

Den Abschluss der ersten Veranstaltungs-Staffel machte die Präsentation der Demenzkampagne Rheinland-Pfalz am Welt-Alzheimertag im September 2004. Hier wurden die ersten Ergebnisse der Evaluation präsentiert (die Beteiligten erhielten den Medienpreis „Clio Award“ für die beispielhafte Konzeption der Kampagne). Die positive Zwischenbilanz veranlasste die Kooperationspartner zu einer zunächst einjährigen Verlängerung der Demenzkampagne bis Ende 2005, so dass aus der Abschlussveranstaltung ein Etappenziel wurde. Wegen des großen Erfolgs wird die Demenzkampagne Rheinland-Pfalz bis heute fortgesetzt.