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Leuchtturmprojekt Demenz
Hausarztbasiertes Modellprojekt zur Demenzversorgung in Rheinland-Pfalz
Mit dem Leuchtturmprojekt Demenz fördert das Bundesministerium für Gesundheit seit März 2008 bundesweit 29 wissenschaftliche Untersuchungen zur Versorgung von Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Eine dieser Studien ist das Hausarztbasierte Modellprojekt Demenzversorgung in Rheinland-Pfalz (start modem). Unter Leitung von PD Dr. Andreas Fellgiebel engagiert sich die Universitätsmedizin gemeinsam mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen des Landes Rheinland-Pfalz und der LZG für die Verbesserung der Versorgung demenziell erkrankter Menschen.
An Demenz erkrankte Menschen verlieren zunehmend wichtige Grundfähigkeiten wie "sich etwas merken", "sich räumlich orientieren", "sprechen" und können praktische Alltagstätigkeiten nicht mehr ohne Hilfe ausführen. Oft kennen betroffene Familien weder das Krankheitsbild noch die Therapiemöglichkeiten. Über Hilfsangebote vor Ort sind sie häufig nicht informiert oder möchten aus Scham keine Unterstützung annehmen. Etwa 80 Prozent der demenziell erkrankten Menschen werden in Rheinland-Pfalz zu Hause versorgt. Viele der pflegenden Angehörigen sind hoch belastet - etwa 50 Prozent erkranken im Laufe der Pflegezeit an einer Depression.
Die Studie "start modem" untersucht einen Weg zur Verbesserung der Lebenssituation dieser Familien. Dazu wurden zwei wichtige Anlaufstellen für betroffene Familien in die Studie einbezogen:
- Der Hausarzt / die Hausärztin, weil die Familien dort meist schon lange bekannt sind und dementielle Veränderungen früh auffallen und angesprochen werden können. Durch die Studie soll eine frühzeitige Diagnostik und Therapie gefördert werden. Familien erhalten so die Möglichkeit, sich mit der Erkrankung Demenz und ihren Folgen gemeinsam auseinanderzusetzen.
- Die Beratungs- und Koordinierungsstellen (Bekos) / Pflegestützpunkte, weil sie dabei helfen können, die Alltagssituation betroffener Familien zu verbessern. Ziel dabei ist, dass an Demenz erkrankte Menschen so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung leben können und die pflegende Familie die Belastungen durch die Erkrankung gut bewältigt.
Insgesamt nehmen 96 Hausärztinnen und Hausärzte und neun Bekos / Pflegestützpunkte in drei Regionen in Rheinland-Pfalz an der Studie "start modem" teil. Mit speziellen Tests werden seit Juli 2008 im Rahmen der Studie Menschen mit ersten Symptomen in ihrer Hausarztpraxis oder in einem Facharztzentrum auf Demenz untersucht und direkt im Anschluss an eine positive Diagnose von einer der teilnehmenden Bekos beraten.
Im August endet die Einschlussphase und die Hausarztpraxen werden aus der Studie verabschiedet. Bis Ende 2009 werden noch Tests durchgeführt, um anschließend fundierte Aussagen zu den wissenschaftlichen Annahmen der Studie treffen zu können.
Leuchtturmstudie stellt sich vor
Termin/Zeit: 12. - 13. September 2009
Ort: Gutenbergplatz, Mainz
Das Projekt wird von folgenden Kooperationspartnern unterstützt und begleitet:
Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen des Landes Rheinland-Pfalz, Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e. V. (LZG), Gedächtnisambulanz der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz, Rheinhessen-Fachklinik Alzey, Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, Medizinischen Fachhochschule Hannover, Hausärzteverband Rheinland-Pfalz, Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, 96 Hausärztinnen und Hausärzten und neun Beratungs- und Koordinierungsstellen (Bekos)/ Pflegestützpunkten aus drei Regionen in Rheinland-Pfalz.




