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Inhalt

Bedarfe und Interessen im Kontext der Interkulturellen Öffnung – ein Workshop.

Frau Dr. Eskandari-Grünberg schließt mit ihren historischen Ausführungen und leitet den dritten Teil der Fachveranstaltung ein: Im darauffolgenden Workshop kommen die Teilnehmenden zunächst der eigenen, kulturellen Identität auf die Spur. International ist es üblich, einem unbekannten Menschen die Frage „Wie heißt Du?“ zu stellen. In manchen Nationen ist es sogar Usus, den Namen des Gegenübers dann noch einmal zu wiederholen und damit ein vertrautes Moment zu schaffen.

Das, so Frau Dr. Eskandari-Grünberg sei es, was ausschlaggebend für Interkulturelle Kompetenz ist: Empathie der oder dem anderen gegenüber zu zeigen und offen dafür zu sein, wer dieses „Ich“ ist, dass einem selbst gegenüber sitzt.

In Übungen zur Selbsterfahrung lernen sich die Teilnehmenden selbst und untereinander besser kennen – Grundlage dafür bildeten zwei Arbeitsblätter ("Meine kulturelle Identität hat u.a. folgende Teile", pdf-Format, und "Interviewfragen zum gegenseitigen Kennenlernen", pdf-Format).

Frau Dr. Eskandari-Grünberg regt die Teilnehmenden an, die Arbeitsblätter auch in der eigenen Einrichtung oder in der Familie zu nutzen. Mit Hilfe der Fragen auf den Arbeitsblättern können die verschiedenen Anteile und die Vielfalt in jedem Menschen sichtbar gemacht werden.

Zum Ende der Veranstaltungen reflektieren die Teilnehmenden gemeinsam mit Frau Dr. Eskandari-Grünberg über die Frage: „Was brauche ich in Zukunft? Welchen Planungsbedarf sehe ich?“

An diesem Punkt verweist Frau Dr. Eskandari-Grünberg auf das Integrations- und Diversitätskonzept „Vielfalt bewegt Frankfurt“ (pdf zum Download).

Folgende Erkenntnisse und Ideen wurden am Schluss zusammengetragen:

Die Teilnehmenden stimmten darin überein, dass Interkulturelle Öffnung ein notwendiges wie schwieriges Anliegen ist.

Möglichkeiten der eigenen Interkulturellen Öffnung wurden in Veranstaltungen wie einem „Tag der offenen Tür gesehen“. Frau Dr. Eskandari-Grünberg legte den Teilnehmenden nahe, zunächst eine Bestandsaufnahme über in der Nähe der eigenen Einrichtungen befindliche Angebote zu machen. Methodisch empfiehlt sie, „klein anzufangen“, eine Checkliste zu entwerfen und sich über einen Zeitraum von sechs Monaten daran zu orientieren.

Zur Förderung einer Komm-Struktur müssen die Türen geöffnet werden, das kann z.B. in Form eines wöchentlichen Kaffee-Treffs für Seniorinnen und Senioren mit Migrationshintergrund im Seniorenheim initiiert werden.

Aus dem Teilnehmerkreis wird der Wunsch nach Mitarbeiterfortbildungen zum Thema „Interkulturelle Öffnung“ geäußert. So könnten alle in Pflegeeinrichtungen Tätigen lernen, ihr Unbehagen und ihre Scheu vor „dem Fremden“ abzulegen und „das andere“ zu akzeptieren.
Die Teilnehmenden waren sich einig, das „Interkulturelle Öffnung“ mit der Arbeit an sich selbst beginnt. Kontrovers diskutiert wurde der Vorschlag, Stellenausschreibungen so zu formulieren, dass sich ausschließlich Bewerberinnen und Bewerber mit Migrationshintergrund angesprochen fühlen.
In ihrem Fazit fasste Frau Dr. Eskandari Grünberg die grundlegenden Bausteine für Interkulturelle Kompetenz zusammen: Wissen, Empathie, Selbstreflexion und Konfliktfähigkeit bilden gemeinsam ein tragfähiges Fundament.