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Einführung in das Thema „Interkulturelle Öffnung“.

Hannele Jalonen, Integrationsbeauftragte der Stadt Ludwigshafen am Rhein, brachte in ihren Begrüßungsworten die Notwendigkeit einer Interkulturellen Öffnung von Pflegeeinrichtungen in Ludwigshafen zum Ausdruck.
Ein Beleg für den hohen Bedarf findet sich in der bislang geringen Inanspruchnahme der Pflegestützpunkte von Menschen mit Migrationshintergrund (MMM). Schwellenängste vor dem Besuch von Einrichtungen seien dabei zum Beispiel eher auf Tabugrenzen, andere Höflichkeitsregeln oder Bedenken um die Wahrung der Intimsphäre zurückzuführen.

Gleichzeitig gäbe es in Ludwigshafen schon gute Beispiele für eine gelingende Interkulturelle Öffnung in Pflegeeinrichtungen: Dazu gehört der Gebetsraum im Städtischen Klinikum Ludwigshafen, die Multikulturelle Sozialstation MKS-Medical Ludwigshafen, die sich sich gänzlich der Versorgung von Migrantinnen und Migranten verschrieben hat und das DSK Seniorenzentrum, das sich schon interkulturell geöffnet hat. Als weiteres Beispiel bezieht sich Frau Jalonen auf eine Beratungs- und Koordinierungsstelle, die in Ludwigshafen in Anbindung  an den Trägerverbund der Pflegestützpunktträger Ludwigshafen arbeitet. Diese BeKo hat die Schwerpunktaufgabe "Entwicklung und Stärkung von Netzwerken zur Verbesserung der pflegerischen Versorgung von Migrantinnen und Migranten im häuslichen Umfeld". Frau Jalonen bemerkt, dass darüber hinaus natürlich auch andere Sozialstationen in Ludwigshafen bereits Menschen mit Migrationshintergrund versorgen.

Interkulturelle Öffnung, so Frau Jalonen, kann dabei nur nach dem top-down-Prinzip langfristig wirksam werden: Die obere Führungsebene in Pflegeeinrichtungen a) kennt die aktuellen Bedarfe und b) muss davon überzeugt sein, dass Interkulturelle Öffnung sozial dringlich ist und dabei auch eine Chance im Wettbewerb darstellt.