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Projektvorstellungen anlässlich der 2. Netzwerk-Konferenz am 23. Juni 2010
Um den Überblick zu erleichtern sind die Beispiele Guter Praxis unterteilt in die Kategorien „Angebote für Menschen mit Demenz“, „Angebote für Angehörige“, „Gemeinsame Veranstaltungen“ und „Generationenübergreifende Veranstaltungen“ sowie „Weiterbildung und Öffentlichkeitsarbeit“.
| Angebote für Menschen mit Demenz Die Tagesbetreuung umfasst unterschiedliche Formen der Aktivierung, die dabei helfen sollen, noch vorhandene Fähigkeiten zu erhalten und zu fördern. Die Angebote reichen beispielsweise von Gesellschaftsspielen über Biografiearbeit, Kunsttherapie über Sitztänze und Basale Stimulation bis hin zu speziellen Gottesdiensten für Menschen mit Demenz. Auch die sogenannte Selbsterhaltungstherapie (SET) gehört zur Liste der Möglichkeiten. Es handelt sich dabei um ein integratives Konzept, das aus unterschiedlichen Betreuungsansätzen individuell optimierte Programme entwickelt. | |
| Belebte Gefühle – Ein Projekt mit männlichen, demenziell veränderten alten Menschen Das Konzept "Belebte Gefühle" sah vor, demenziell veränderten Männern unter Anleitung Baumstämme anzubieten und diese in gemeinsamer Interaktion, gemeinschaftlichem Tun mit Werkzeugen zu bearbeiten. | Altenahr-Altenburg |
| Kunststücke - Künstlerisches Gestalten für Menschen mit Demenz im Landkreis Ahrweiler Eine Kleingruppe von vier bis sechs Personen wird beim Gestalten durch Kunsttherapeutinnen betreut. Die Werke werden bei einer Abschlussausstellung gezeigt. | Bad Neuenahr - Ahrweiler |
| Betreuungsgruppen "Vergissmeinnicht" in Arzfeld, Bitburg und Irrel Es werden Beschäftigungsangebote entsprechend den Fähigkeiten angeboten. Methoden wie beispielsweise Biografiearbeit, Milieutherapie und Basale Stimulation werden eingesetzt. | Bitburg |
| „Kaffeemühle“ Betreuungsgruppen für an Demenz erkrankte Menschen Die Betreuung ist auf die vorhandenen Fähigkeiten ausgerichtet. Musikalische Elemente, Gedächtnistraining, Spiele, Erinnerungspflege, Basale Stimulation, Bewegungsübungen und ähnliches werden eingesetzt. | Bitburg |
| Modellprojekt "Erhaltung der Häuslichkeit demenziell erkrankter Pflegebedürftiger" Verschiedene Informationsveranstaltungen, wohnortnahe Beratung, Gesprächskreise und Schulungen für Angehörige sind Teil des Modellprojekts. Außerdem geht es in dem Projekt darum, Ehrenamtliche zu gewinnen und weiterzubilden. Darüber hinaus wird die Betreuungsgruppe "Vergissmeinnicht" weiterentwickelt und ein Patenmodell umgesetzt. | Bitburg |
| Menschen mit Demenz gehören dazu Durch Ansprache und Aufklärung sollen örtliche Vereine aktiviert werden, ihre Angebote auch für Menschen mit Demenz und deren Angehörige zu öffnen. | Frankenthal |
| Tagesbetreuung für demenzkranke Menschen Es wird eine ganztägige 1:1Tagesbetreuung mit Beschäftigungsangeboten für zwölf Personen angeboten. Ehrenamtliche übernehmen diese Aufgabe unter fachkundiger Anleitung. | Haßloch |
| Planung und Entwicklung einer Tagesstätte für Demenzkranke Eine Gruppe von sechs bis sieben Personen wird täglich durch geschulte Ehrenamtliche und eine angestellte Fachkraft betreut. Qualitätsstandards wurden dazu ausgearbeitet. Erfolg und Misserfolg werden dokumentiert. | Kaiserslautern |
| Aufbau einer Pflege-Insel für ein lebenswertes Leben schwerstpflegebedürftiger Menschen in Gemeinschaft Wie auf einer Pflegeinsel leben die Menschen in einer überschaubaren Wohngruppe mit Rückzugsmöglichkeit in ein eigenes Zimmer. Die Angehörigen werden in den Tagesablauf mit einbezogen. | Kaiserslautern |
| Lebensraumgestaltung Eine Wohnküche mit allerlei Gerätschaften und Geschirr aus dem vergangenen Jahrhundert soll Menschen mit Demenz dazu ermutigen, sich mit vertrauten Haushaltstätigkeiten zu beschäftigen. | Konz |
| Netzwerk Demenz Mainz-Bingen Das Netzwerk Mainz-Bingen vermittelt ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Betroffene und Angehörige können sich beraten lassen. In der Kaffee-Stubb der Residenz für Menschen mit Demenz besteht ausreichend Gelegenheit zum Gedankenaustausch in entspannter Atmosphäre. | Mainz-Bingen |
| Gottesdienst für Menschen mit Demenz In den monatlich stattfindenden Gottesdiensten für Menschen mit Demenz werden alle Sinne angesprochen und Symbole mitgegeben, die noch lange als Erinnerungsstücke dienen. | Mainz |
| Selbsterhaltungstherapie (SET) in der stationären Pflege Das Umfeld wird an die Bedürfnisse der Menschen mit Demenz angepasst, um ihre vorhandenen Fähigkeiten bestmöglich nutzen zu können. SET ist ein integratives Konzept, das aus verschiedenen Betreuungsansätzen wie Verhaltenstherapie, Milieutherapie, kreativem Gestalten, Validation, Snoezelen, und Basaler Stimulation individuell optimierte Programme entwickelt. | Mainz |
| Ein Nachmittag voller Humor Lachen wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Menschen aus. Vor diesem Hintergrund setzte der Verein Lebenszeit e.V. in Mayen ein Projekt mit einer Therapieclownin um. | Mayen |
| Vogelnest und Ahorngruppe Die Lebenswelt der Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenhauses wird unter biografischen, historischen und demenzrelevanten Aspekten gestaltet. | Salmtal |
| Tagesbetreuung demenzkranker Menschen Die Fähigkeiten der Menschen mit Demenz werden spielerisch gefördert beispielsweise durch themenorientierte Gespräche, Gymnastik, Gedächtnistraining, Basteln, Kochen und Backen, Rätsel und Spiele, Spaziergänge, Biografiearbeit, Sitztänze und gezieltes Eingehen auf individuelle Bedürfnisse. | Trier |
| Angebote für Angehörige Gesprächskreise für pflegende Angehörige ermöglichen einen Austausch untereinander. Die demenziell Erkrankten werden in dieser Zeit betreut. Teilweise werden die Gesprächskreise durch Fachvorträge ergänzt. Ein Kreativangebot für Pflegende soll dabei helfen, Ressourcen aufzuspüren und zu nutzen. | |
| Gesprächskreis für pflegende Angehörige Während eines regelmäßig stattfindenden Gesprächs- und Informationsaustauschs können pflegende Angehörige ein Betreuungsangebot für ihre demenziell erkrankten Verwandten wahrnehmen. | Hillscheid |
| Hilfe für Pflegende Niedrigschwellige Betreuungsangebote aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland werden miteinander vernetzt. Standardisierte Lehrpläne und Konzeptionen auf regionaler Ebene garantieren eine hohe Professionalität des Angebotes. | Mainz |
| Gesprächskreis für Angehörige demenziell Erkrankter Beschäftigte des Pflegestützpunktes moderieren einen Gesprächskreis für Angehörige. Auf Wunsch wird ein Fachvortrag zu vorgeschlagenen Themen organisiert. | Neuwied |
| Verborgene Schätze meines Planeten entdecken Im Winterhalbjahr treffen sich die Teilnehmenden des Gesprächskreises für pflegende Angehörige sechs Mal jeweils monatlich, um gemeinsam mit einer Kommunikationsdesignerin das Thema "Persönliche Ressourcen entdecken und benennen" kreativ umzusetzen. Die eigene Erlebniswelt, der Planet, wird auf unterschiedliche Art und Weise gestaltet. | Schifferstadt |
Gemeinsame Veranstaltungen Hier werden Konzepte vorgestellt, die von Menschen mit Demenz, Pflegenden oder Paaren, bei denen einer von beiden erkrankt ist, gemeinsam besucht werden können. Bei dem Angebot für Paare werden Bewegung und Entspannungsübungen gemeinsam ausgeführt. Zusätzlich besteht für Pflegende die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. | |
| Blick in mein Leben – Schätze, die mich begleiten Zwei Vorbereitungskurse - für Fachkräfte und für Angehörige – boten Einblick in das Thema Biografiearbeit. Eine Ausstellung mit Fotografien, Präsentation der Erinnerungsexponate sowie Vorträgen und Musik informierte die Öffentlichkeit. | Speyer |
| Jahreszeitentreff für demenziell veränderte Menschen und ihre Angehörigen im Landkreis Ahrweiler Vierteljährlich findet je ein Treffen für Betroffene und Angehörige an den Standorten Bad Neuenahr-Ahrweiler und Remagen statt. Es besteht aus gemeinsamem Kaffeetrinken mit anschließendem Unterhaltungsprogramm, wie beispielsweise Jahreskreis, Erfahrungen aus Kindheit, Jugend, und Urlaub werden wieder lebendig. Gemeinsam wird gesungen, vorgelesen und gespielt. | Bad Neuenahr - Ahrweiler |
| Selbsthilfegruppe für Paare, von denen der eine Partner/die eine Partnerin an einer Demenz im frühen Stadium erkrankt ist Gemeinsam werden leichte körperliche Aktivitäten ausgeführt. Danach können sich die Gesunden im Gespräch austauschen. Den Abschluss bildet eine gemeinsame Entspannungsübung. | Trier |
| Generationenübergreifende Veranstaltungen Ein Projekt für Grundschulkinder und Hochbetagte fördert Gemeinschaft und Verständnis zwischen den Generationen. Erfahrungsgemäß wird das Projekt von beiden Zielgruppen gerne angenommen. Das Spielen und Basteln macht Alt und Jung Spaß und bringt sie einander näher. | |
| Sie haben sich aneinander gewöhnt Alt und Jung spielen und basteln gemeinsam. Hochbetagte nehmen ihre sozialen und emotionalen Fähigkeiten wahr und bauen Kontakt zu Kindern auf. Beide Seiten profitieren von dem Konzept und wünschen sich weitere Begegnungen. | Kaiserslautern |
| Weiterbildung und Öffentlichkeitsarbeit Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit, Angehörige und Fachkräfte vermitteln Grund- oder Spezialwissen zum Krankheitsbild Demenz und geben Hinweise zum Umgang mit Erkrankten. | |
| Herausforderung Demenz Die Weiterbildung richtet sich an Personen, die sich ohne Fachausbildung in der Altenhilfe engagieren. An drei Wochenenden werden theoretische Inhalte vermittelt. Während einer einwöchigen Praxiswoche in einem Bildungshaus werden die demenziell Erkrankte betreut, damit sich die Pflegenden ungestört auf Lern- und Gruppenprozesse konzentrieren können. | Altenkirchen |
| Leitstelle Demenz im Landkreis Ahrweiler Die Leitstelle Demenz schafft Angebote zur Information, Qualifizierung und Öffentlichkeitsarbeit. Ein weiteres Arbeitsziel besteht darin, das Einrichten neuer Wohnformen für Menschen mit Demenz anzuregen. | Bad Neuenahr - Ahrweiler |
| Modellprojekt "Erhaltung der Häuslichkeit demenziell erkrankter Pflegebedürftiger" Verschiedene Informationsveranstaltungen, wohnortnahe Beratung, Gesprächskreise und Schulungen für Angehörige sind Teil des Modellprojekts. Außerdem geht es in dem Projekt darum, Ehrenamtliche zu gewinnen und weiterzubilden. Darüber hinaus wird die Betreuungsgruppe "Vergissmeinnicht" weiterentwickelt und ein Patenmodell umgesetzt. | Bitburg |
| Menschen mit Demenz gehören dazu Durch Ansprache und Aufklärung sollen örtliche Vereine aktiviert werden, ihre Angebote auch für Menschen mit Demenz und deren Angehörige zu öffnen. | Frankenthal |
| Kino- und Begegnungstag zum Thema Demenz im Westerwaldkreis Ein jährlich stattfindender Begegnungstag bringt Angehörige, Fachkräfte und Interessierte nach einer Filmvorführung zum Thema Demenz zum Informations- und Erfahrungsaustausch zusammen. | Hachenburg |
| Kampagne zur Einrichtung von Tagesstätten für Demenzpatientinnen und Demenzpatienten Die Kampagne unterstützt beim Aufbau von Tagesstätten, in denen geschulte Ehrenamtliche zusammen mit einer hauptamtlichen Fachkraft Menschen mit Demenz betreuen. | Kaiserslautern |
| Ist heute Montag oder schon Weihnachten? - Umgang mit Demenz Angehörige werden von fachkundigen Referentinnen und Referenten zu Demenzformen und Krankheitsbildern geschult. Sie erhalten außerdem die Möglichkeit, sich über persönliche Erfahrungen, Belastungen und Fragestellungen auszutauschen und Information zu Unterstützungs- und Entlastungsangeboten zu erhalten, während die Pflegebedürftigen betreut werden. | Kirchberg |
| Antennen für Demenz Lokale Prominenz und ortskundige Menschen, die in personennahen Berufen arbeiten, werden für die Erkrankung sensibilisiert und geschult. Als „Antennen für Demenz“ können sie so Betroffene und Angehörige frühzeitig auf Beratungs- und Hilfsangebote hinweisen. | Mainz |
| Optimierung der Ernährung und Flüssigkeitsversorgung bei Menschen mit Demenz Fortbildungen für Fachkräfte, Verfahren zur Qualitätssicherung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen und regelmäßige Projekttreffen werden durchgeführt, um Ernährung und Flüssigkeitsversorgung für Menschen mit Demenz zu optimieren. | Meisenheim |
| Psychosoziale Hilfen zur Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz, „Demenz – zu Hause leben" Die Schulungsreihe „Hilfe beim Helfen“ im Landkreis, öffentliche Informationsveranstaltungen sowie Qualifizierung und Fortbildung von Freiwilligen und Angehörigen sind Teil des Projekts. Betroffene und Angehörige werden beraten. Es bestehen außerdem Freizeitangebote und es wird ein Gesprächskreis für Angehörige angeboten. Jeden ersten Samstag im Monat lädt ein Alzheimer-Café für Erkrankte und Angehörige zu einem Gedankenaustausch ein. Vierzehntätig werden zehn Gäste in einer Gruppe betreut. Demenzkranke werden alternativ zu Hause von Freiwilligen zu Hause betreut. | Wittlich |



