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Inhalt

"Musik schafft Beziehung"

Eine berufsbegleitende Fortbildung für Fachkräfte in der Pflege und Begleitung von demenziell erkrankten Menschen 2012

Musik kann Menschen verbinden – Kaum etwas rührt Menschen emotional so sehr an wie Musik. Wo Worte ihren Weg nicht mehr finden, kann Musik ein Schlüssel zur Seele sein. Musik verbindet Menschen aller Sprachen, aller Kulturen und jeden Alters.

Musik spielt seit Bestehen der Menschheit, durch alle Zeiten und Kulturen hindurch eine herausragende Rolle. Sie begleitet den Menschen von der Geburt bis zu seinem Lebensende und gehört zu den ursprünglichsten zwischenmenschlichen Ausdrucksformen. Oft wird sie daher auch als die Sprache der Seele bezeichnet.

In der Arbeit mit demenziell erkrankten Menschen kann Musik sehr unterschiedliche Funktionen einnehmen: Sie kann aktivieren oder beruhigen, Kommunikation ermöglichen, die kulturelle und emotionale Teilhabe am Leben stärken oder beim Sterben begleiten. Die berufsbegleitende Fortbildung „Musik schafft Beziehung“ stellt diese Funktionen vor. Als theoretischer Hintergrund dient der Ansatz der Musikgeragogik, in dem es in erster Linie darum geht, Erfahrungsräume zu inszenieren, die in der musikalischen Biografie der Beteiligten verankert sind. Denn jeder Mensch hat seine eigene individuelle musikalische Biografie.

Die Fortbildung schließt mit einem Zertifi kat der Fachhochschule Münster ab und wird veranstaltet von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) in Kooperation mit dem Referat Weiterbildung am Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Münster und der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz.

Gefördert wird die Fortbildung durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) im Rahmen der Initiative Menschen pflegen. Sie ist ein Angebot des Landes-Netz-Werkes Demenz, Ihrer Servicestelle für Demenz in Rheinland-Pfalz.

Ziele:

Die in fünf Blöcken konzipierte berufsbegleitende Fortbildung hat zum Ziel, ein breites Spektrum unterschiedlicher Zugangswege zu Menschen mit Demenz durch das Medium Musik aufzuzeigen. Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Durchführbarkeit im pflegerischen Alltag.

Zielgruppe:

Menschen, die hauptberuflich oder ehrenamtlich in der ambulanten, stationären, teilstationären Pflege sowie in der sozialen Arbeit tätig sind. Eine musikalische Vorbildung und einschlägige Berufserfahrungen sollten vorhanden sein.

Zertifizierungsbedingungen:

Für den Abschluss der Fortbildung mit einem Hochschulzertifikat der Fachhochschule Münster müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Die Teilnehmenden müssen über einen Hochschulabschluss oder eine abgeschlossene Pflegeausbildung mit praktischer Berufserfahrung verfügen
  • sowie eine entsprechende Abschlussprüfung und eine Abschlussarbeit ablegen.

Zur Feststellung der Aufnahmevoraussetzungen bitten wir um eine Kurzbewerbung mit musikalischem und beruflichem Lebenslauf.

Methoden:

Vorträge, musikalische Selbsterfahrung, Musikpraxis, Gruppenarbeit und Diskussionen, Fallbeispiele.

Termine:

Block 1:
27./28. Februar 2012

Block 2:
23.-25. April 2012

Block 3:
25./26. Juni 2012

Block 4:
03./04. September 2012

Inhalte:

  • Theoretische Grundlagen der Musikgeragogik und Musikpsychologie
  • Grundlegendes zum Thema Demenz
  • Funktion von Musik bei dementiell Erkrankten
  • Praktische Einführung in einzelne musikalische Methoden wie Liedbegleitung, Verklanglichung, Musik und Bewegung
  • Demenz und Musik in Theorie und Praxis
  • Musik in der Sterbebegleitung aus musiktherapeutischer Perspektive
  • Landes-Netz-Werk Demenz, Anleitung und Konzeptarbeit für die Abschlussarbeit
  • Methodik und Didaktik in der musikbezogenen Arbeit mit demenziell erkrankten Menschen
  • Musik und Hörschäden bei älteren Menschen
  • Vorstellung von unterschiedlichen musikalischen Zugangswegen
  • Stimme und Singen im Alter
  • Intergenerative Projekte zwischen Alt und Jung am Beispiel Musik
  • Zugänge zu dementiell erkrankten Menschen aus musiktherapeutischer Perspektive

Block 5:
23. November 2012 in Mainz

  • Abschlussprüfung
  • Vorstellen der Abschlussarbeit

Ablauf:

Anreise: Bis 9.30 Uhr (jeweils am ersten Tag eines Blocks)
Arbeitseinheiten: 10.00 Uhr-12.30 Uhr und 14.00 Uhr-18.00 Uhr
Abends: freies Musizieren (freiwilliges Angebot)

Tagungsort:

Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz
Am Heinrichshaus 2
56566 Neuwied-Engers
www.landesmusikakademie.de

(Abschlussprüfung und Zertifikatsübergabe findet in Mainz statt)

Teilnahmebetrag:

1.190,00€ im Einzelzimmer inkl. Verpflegung
1.150,00€ im Doppelzimmer inkl. Verpflegung
(buchbar nur mit Übernachtung und Verpflegung)

Ansprechpartnerin:

Daniela Stanke in der LZG
Telefon 06131 2069-41
dstanke(at)lzg-rlp.de

Die Fortbildung ist in Rheinland-Pfalz nach dem Bildungsfreistellungsgesetz anerkannt. Eine Bildungsfreistellung kann beim jeweiligen Arbeitgeber beantragt werden.

Fördermöglichkeiten für die Weiterbildung unter:

www.bildungspraemie.info

www.qualischeck.rlp.de

Fachliche Leitung:

Prof. Dr. H. H. Wickel Fachhochschule Münster
Prof. Dr. T. Hartogh Universität Vechta
Monika Bittmann, Gerontopsychiatrische Fachkraft, Schwerpunkt Demenz
Sowie weitere Dozentinnen und Dozenten aus der Praxis

Veranstalter:

Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) in Kooperation mit der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz
Fachhochschule Münster, Fachbereich Sozialwesen

Die Fortbildung wird gefördert vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz.