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Inhalt

„Musik schafft Beziehung“

Eine Fortbildung für Musikschullehrerinnen und Musikschullehrer

Musik kann Menschen verbinden - Demenz ist die häufigste und folgenreichste psychiatrische Erkrankung im Alter. Mit der Zahl der hochaltrigen Menschen in Deutschland wird in den nächsten Jahren auch die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen zunehmen.

In Deutschland leben gegenwärtig ca. 1,3 Millionen Menschen mit einer Demenz, etwa 80.000 von ihnen in Rheinland-Pfalz. Demenz hat viele Formen und Gesichter. Betroffen sind Menschen im hohen Alter, andere sind noch relativ jung und stehen mitten im Leben. Im frühen Stadium sind demenziell Erkrankte noch weitgehend selbstständig, haben viele Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten. Im späten Stadium benötigen sie immer mehr Unterstützung, am Lebensende können sie Ihre Bedürfnisse kaum noch ausdrücken und brauchen eine einfühlsame Begleitung.

Die Fortbildung „Musik schafft Beziehung“ für Lehrerinnen und Lehrer privater und öffentlicher Musikschulen hat zum Ziel, die Teilnehmenden für die Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen zu sensibilisieren. Musik kann hier unterschiedliche Funktionen haben: Sie kann beruhigen, aktivieren, Kommunikation herstellen und die Lebensqualität erhöhen. Für Musiklehrerinnen und Musiklehrer ergibt sich in der Beschäftigung mit demenzkranken Menschen ein neues, spannendes Arbeitsfeld, das über die Vermittlung musikalischer Kenntnisse hinaus geht und für beide Seiten eine wertvolle Bereicherung darstellen kann.

Die Referentinnen und Referenten der Fortbildung zeigen verschiedene didaktische und methodische Modelle für die musikbezogene Arbeit mit demenziell erkrankten Menschen auf und präsentieren Möglichkeiten der Umsetzung für den Instrumentalunterricht am Beispiel Klavier. Die Fortbildung ist ein Angebot der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) in Kooperation mit der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz.

Inhalte:

  • Grundlegendes zum Thema Demenz: Diagnose, Verlauf, Therapie
  • Begleitung, Umgang und Kommunikation mit an Demenz erkrankten Menschen
  • Didaktik und Methodik in der musikbezogenen Arbeit mit Menschen mit Demenz
  • Praxisprojekte, Erfahrungen aus bisherigen Weiterbildungen (Musik als Schlüssel, Musik und Demenz)
  • Demenz in ihrer Auswirkung auf Instrumentalunterricht
  • Einführung in ein Modell für den Unterricht mit demenziell erkrankten Menschen
  • Klavierspielen, Methodentraining (das Angebot richtet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit und ohne Vorkenntnisse)
  • Kooperation zwischen Einrichtungen der Pflege und Musikeinrichtungen
  • Landes-Netz-Werk-Demenz in Rheinland-Pfalz

Zielgruppe:

Musiklehrerinnen und Musiklehrer privater und öffentlicher Musikschulen

Tagungsort:

Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz
Am Heinrichshaus 2, 56566 Neuwied-Engers
www.landesmusikakademie.de

Termin:

03.-04. März 2012

Ablauf:

Anreise: Bis 09.30 Uhr
Samstag: 10.00 - 18.00 Uhr
Sonntag: 09.00 - 18.00 Uhr

Teilnehmerbetrag:

112,00 € Übernachtung im EZ inkl. Verpflegung
92,00 € Übernachtung im DZ inkl. Verpflegung

Fachliche Leitung:

Prof. Dr. Theo Hartogh, Musikpädagogik, Universität Vechta
Monika Bittmann, Gerontopsychiatrische Fachkraft, Schwerpunkt Demenz
Eva Kehrer, Musikpädagogik, Universität Vechta

Ansprechpartnerin:

Daniela Stanke in der LZG
Telefon: 06131-2069-41
e-mail: dstanke(at)lzg-rlp.de

Die Fortbildung wird gefördert durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD), im Rahmen der Initiative Menschen pflegen und ist ein Angebot des Landes-Netz-Werkes Demenz, Ihrer Servicestelle für Demenz in Rheinland-Pfalz.